Zweiklassen Trennung

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    • Nicht ganz die Ablenkung, die ich erwartet hätte, aber um so wirksamer!
      Du hast gerade einen Lauf, oder?

      ~Season~ wrote:

      [20:09] <Season> Privatserver sind nichts anderes als gestohlenes Eigentum der Gameforge 4D + Entwell, Basta
      [20:09] <Season> entsprechend ist die Nutzung verboten
    • So. Hiernach werd ich erstmal weiter schreiben müssen.


      Hinas Augen weiteten sich in purem Schock. Unwillkürlich sah er von der Schwarzhaarigen zu Julius und auch in Julius' geschocktem Gesicht, der ihn seinerseits anschaute, sah er genau das gleiche, was er selbst gerade dachte:
      WAS??!?!“

      „Bitte Li! Du... du willst doch nicht wirklich deinen Freund... deinen Liebhaber verletzen oder?“, redete die Schwarzhaarige weiter und Hina drehte wieder seinen Kopf zu ihr, immer noch vollkommen geschockt.
      „Ich-... wir“, plapperte Tara nervös weiter, machte eine Armbewegung, die auch die anderen Mädchen mit einschloss, „wir haben euch immer wieder im Café gesehen. Die ganze Zeit über, die ihr schon zum Café kommt, um euch sehen zu können. Wir haben gesehen, wie ihr euch gegenseitig anseht! Das...! Ihr liebt euch, nicht wahr? Und... und alleine, DASS ihr immer zum Café kommt, zeigt, dass ihr euch anderweitig nicht treffen könnt. Dass ihr euch anderweitig nicht sehen könnt, außer in diesem kleinen Café.“
      Oh ihr Götter Entwells! Was redete sie da nur??? - Egal! Hauptsache reden! Einfach weiter reden!, dachte sich die Schülerin halb panisch und halb von sich selbst und ihrem Mut überrascht, dass sie DAS den beiden tatsächlich ins GESICHT sagte in einer Situation in der Li eindeutig nicht mehr bei klarem Verstand war und er demnach als Agma nicht gefährlicher sein könnte!
      Denn es schien zu funktionieren. Li wirkte auf einmal nicht mehr ganz so bedrohlich und düster, sondern... sondern einfach nur überrascht-geschockt. Auch wenn seine Augen immer noch agmamäßig glühten.
      „...und... und der Grund warum ihr euch anderweitig nicht sehen könnt“, plapperte sie weiter, immer noch genauso nervös, „ist weil... weil eure Liebe verboten ist, oder? Ich- ich weiß, was du bist Li. Es... eure Liebe ist nicht deswegen verboten, weil ihr zwei Männer seid oder wegen des Altersunterschieds! Eure Liebe ist verboten, wegen dem was du bist Li, nicht wahr?“, sah sie dem Agma nun fest in die Augen. Der Agma blickte seinerseits nach wie vor geschockt-überrascht zurück... doch hatte sich nun auch ein Hauch von Verwirrung in diese Augen gemischt... Verwirrung und Angst. Angst davor, dass sie sein Geheimnis heraus gekriegt hatte.
      „Die Gesetze deiner Welt verbieten es dir einen Menschen zu lieben, nicht wahr?“
      Die Angst verschwand aus den Augen und machte nur noch größerer Verwirrung platz.
      „Ich- du... du brauchst keine Sorge haben. Ich werde niemandem verraten, was du bist. Ehrlich! Ich- ich schwör es bei allem was mir Heilig ist! Nur... nur bitte Li... hör auf das, was Julius dir sagt. Denn... denn der Li, den ich im Café gesehen habe... der Li war ein zurückhaltender, schüchterner, süßer, junger Mann, der schnell Verlegen wurde. Der bereits rot wurde, wenn sein Geliebter ihn nur angelächelt hat.“
      Li stutzte sichtbar, schielte dann mit seinen Augen zu seinem Geliebten hin, welcher seinerseits zurück schaute,. Julius' Gesicht zeigte jedoch keine lesbare Reaktion.
      Dann sahen die beiden wieder sie, Tara, an.
      „Dieser Li im Café war... war warmherzig, liebevoll... vielleicht etwas unbeholfen und unerfahren in Sachen Homosexualität und... und demnach schüchtern... - ich hab gesehen, wie rot und verlegen du wurdest nachdem dich Julius direkt mitten im Café geküsst hat.“

      Wieder weiteten sich die Augen der beiden Männer und wieder sahen sie sich reflexmäßig gegenseitig an, nur um genau das Gleiche zu denken: „Wann hat Julius mich / hab ich ihn geküsst?!?!“

      Tara hatte ihren Blick zu Boden gerichtet, bekam den Blickaustausch der Männer nicht mit. Sie war ihrerseits nun verlegen.
      „Ich... - wir... wir wollten nicht eure Privatsphäre stören oder euch belauschen oder ähnliches. Und...- und es tut uns Leid!“, brach es verlegen aus ihr raus, „es tut uns wirklich leid, dass wir euch so oft beobachtet haben.“
      Als sie nur nach wie vor Stille hörte und auch kein wütendes, Angst einflößendes Knurren, beruhigte sie sich ein wenig und sprach weiter – immer noch zu Boden blickend.
      „Es... es war nur... ich... wir... wir fanden...- finden es einfach so toll, wie ihr miteinander umgeht. Wie... wie verliebt ihr seid und dass ihr tatsächlich zueinander steht. Und... und jetzt, wo ich weiß, dass eure Liebe verboten ist... jetzt finde ich es nur noch bewundernswerter, dass ihr alles riskiert, um zusammen sein zu können. Und... und deswegen bitte ich dich: Li hör auf Julius! Bitte komm zu uns zurück! Bitte werd wieder der Li, der schüchtern seinen Blick zu seinem Latte-Glas senkt, sobald sein Freund ihn nur anlächelt. Der vor lauter Verlegenheit ganz rot im Gesicht wird, wenn sein Freund ihn küsst. Der vollkommen verliebt aus dem Fenster blickt und sichtbar glücklich darüber ist seinen Geliebten zu haben! Der Li, der zurückhaltend, schüchtern, liebevoll und warmherzig ist! Denn – denn ich mag diesen Li!!“, platzte sie raus, „viel mehr als diesen Angst einflößenden, gefährlichen Agma! Dieser- dieser Agma... das bist nicht du!! Das ist nicht der wahre Li! Der wahre Li... der wahre Li... würde seinem Geliebten, seinem Freund, nie etwas antun... - weil er ihn seinerseits dafür viel zu sehr liebt.“
      Immer noch Stille.
      Schließlich traute sie sich ihren Kopf zu heben und zu den beiden Männern hinzusehen. Li blickte sie immer noch vollkommen geschockt an. Und Julius... Julius hatte ein amüsiertes Schmunzeln auf seinen Lippen und ein ebenso amüsiertes Glitzern in seinen Augen.

      Part 6, Teil 268: Ende
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      The post was edited 1 time, last by Hina_Sakamoto ().

    • Wa- was...?
      Immer noch vollkommen überfahren starrte Hina das Mädchen an. Was...?
      Sie... sie hatte gerade wirklich gesagt, dass er und Julius ein Paar wären? Dass sie sich lieben würden?? Dass er ein 'schüchterner, junger Mann sei, der beim kleinsten Liebesbeweis vor Verlegenheit rot wurde, wie eine Tomate'??? Der 'glücklich und vollkommen verliebt aus dem Fenster blickt'???
      Das...! Der...! Er...!
      Er wusste beim besten Willen nicht, wie er DARAUF reagieren sollte.
      Und...!
      Und hatte sie ihn gerade tatsächlich 'Agma' genannt?!?! Sie- sie dachte wirklich allen ernstes, er sei ein Fabelwesen, was nur in Horrorgeschichten existierte?! Und zu allem Überfluss glaubte sie auch noch, dass 'die Gesetze seiner Welt' ihm eigentlich verboten 'einen Menschen zu lieben' und... und... - Wie kam man bitte schön auf solch einen absoluten Schwachsinn?!??!
      Sein Schock legte sich ein kleines bisschen.
      ...und zu allem Überfluss konnte er Ferres Amüsement regelrecht RIECHEN. Er brauchte nicht einmal zu dem Bastard hinsehen und er wusste, dass Ferres amüsiert schmunzelte und sich innerlich vermutlich gerade krank lachte!
      Bastard!!
      Er hörte ein Geräusch und im Bruchteil einer Sekunde hatte er schon seinen rechten Arm in die Richtung der Männer geschwenkt und hatte sie beide in jeweils einem – sehr engen – Magierschild eingeschlossen. Die zwei Schilde waren so eng, dass sie den direkten Konturen ihres jeweiligen Körpers folgten – sie auf diese Weise erstarren ließen, dass sie sich nicht mehr bewegen konnten.
      Ach ja... - da war ja noch was gewesen. Beinahe hätte er unter all dem Schock diese zwei kleine Mistkerle vergessen.
      Er wollte sich so eben zu ihnen umdrehen, hatte nur seinen Kopf gedreht und war im Begriff auch seinen restlichen Körper zu drehen, als er hinter sich ein gefährliches „Liiii...“ hörte.
      Julius hatte seinen Namen mit einem Unterklang einer Drohung ausgesprochen. Eindeutig – der Geschäftsmann war es nun definitiv leid ihn mit Worten zum Aufhören bewegen zu wollen und würde nicht mehr zögern ihn mit Magie anzugreifen.
      „Was?“, fragte er, drehte dabei kaum merklich seinen Kopf zurück zu Ferres. Gerade nur so viel, dass der Geschäftsmann wusste, dass er seine Aufmerksamkeit hatte.
      „Du weißt 'was'“, kam die kühl gesprochene Antwort, „und da die Aussagen der jungen Tara (DAS war Tara? Die junge Bogenschützin, die ein Hina-Sakamoto-Fan war???, dachte Hina.) dich offensichtlich genug geschockt haben, dass du wieder klar – oder klarer – denken kannst...“
      Ferres machte eine bezeichnende Pause, bevor er weiter sprach.
      „Ich sag es jetzt zum letzten Mal, Li: Stopp! Du bist dabei zu weit zu gehen!“, er hob gereizt seine rechte Hand, ballte diese zur Faust und fuhr – um seine weiteren Worte zu unterstreichen – mit der Hand schneidend durch die Luft, öffnete dabei wieder seine Faust, „und wenn dich Worte nicht überzeugen, dann werde ich eben zu anderen Mitteln greifen, um dich zu stoppen!!“

      Tara beobachtete, wie Julius beim Sprechen seine Faust ballte und sie beim Öffnen mit einer schneidenden Bewegung durch die Luft fahren ließ. Dabei fiel ihr Blick auf das Tattoo, als er ihr seinen Handrücken zudrehte, während er mit der Hand durch die Luft fuhr.
      Ihr fiel die Kinnlage runter. War das...? War das etwa... ein Agmavertrag? Das Symbol, was am Körper der Person auftauchte, die einen Vertrag – einen Handel – mit einem Agma einging?
      Das...!
      Hatte Julius' tatsächlich DAS gemeint, als er sagte er würde Li mit 'anderen Mitteln' aufhalten? War- waren sie tatsächlich durch einen Vertrag aneinander gebunden und war das der Grund warum Li in der Menschenwelt war? War es vielleicht sogar die EINZIGE Möglichkeit für Li in der Menschenwelt sein zu KÖNNEN?
      In den Legenden gab es Geschichten, dass Agmas NUR in die Menschenwelt kommen konnten, wenn sie durch ein Ritual herauf beschworen wurden. Ab dann variierten die Legenden, in manchen war der Agma durch einen weiteren Zauber, der während des Rituals durchgeführt wurde, ganz automatisch dem Beschwörer unterworfen und hatte ihm zu dienen und in anderen Geschichten bot der Agma nach seiner Beschwörung dem Beschwörer 'einen Vertrag' an.
      Der Beschwörer konnte alles erlangen und jeden Wunsch äußern, der ihm in den Sinn kam – und zahlte dafür einen sehr hohen Preis. Meistens war dieser Preis die eigene Seele.
      Wenn Julius den Blonden mit einer Beschwörung herbei gerufen hatte und mit ihm einen Vertrag eingegangen war... - dann war Julius vermutlich in der Lage den Agma durch 'den Vertrag' – in diesem Fall das Symbol auf seiner Hand – zu zwingen, das zu tun, was Julius wollte.
      Und dass er DAS nicht schon längst getan hatte... sondern es ihm JETZT erst – als letztes Mittel – sogar erst ANDROHTE... zeigte nur wieder, wie SEHR Julius ihn doch lieben musste.
      Julius WOLLTE nicht zum äußersten Mittel greifen, sondern hoffte ins Geheim immer noch, dass er Li anderweitig zur Vernunft bringen konnte.
      Tara biss sich auf die Unterlippe. Ihre Angst wurde schwächer. Li selbst strömte nicht mehr diese Angst verursachende Agma-Aura aus – d.h. ein klein wenig schon, aber bei weitem nicht mehr so wie noch vor wenigen Augenblicken.
      Des Weiteren... wenn sie sich darauf konzentrierte, wie SEHR Julius um seinen Geliebten kämpfte... konnte Tara den Rest der beängstigenden Aura ignorieren.
      Sie dachte abermals kurz an Rose und dass ihre Freundin ihren rechten Arm hergeben würde, könnte sie DAS sehen und miterleben, was sie selbst gerade beobachtete.

      Part 6, Teil 269: Ende
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    • Immer noch hatte Hina seinen Kopf nur soweit nach hinten gedreht, dass Ferres wusste, dass er seine Aufmerksamkeit hatte. Gleichzeitig schielte er nach hinten in Ferres Richtung und hielt parallel die beiden Mistkerle immer noch in ihrer Starre fest.
      „Oh? Und wie willst du das bitte anstellen Ferres?“, sprach er seidig-gefährlich, „willst du mich etwa mit Magie angreifen? Wir wissen beide nur zu gut, dass ich der Stärkere von uns beiden bin. Umsonst wärst du wohl kaum mit deinem... Auftrag zu mir gekommen. Nicht?“
      „Ich mag mit Magie nicht so gut umgehen können, wie du und auch bin ich dir körperlich unterlegen, Li. Aber glaub ja nicht, dass ich nicht alle Register ziehen werde. Du unterschätzt mich, wenn du glaubst, dass ich nicht doch noch den einen oder anderen Trick in der Hinterhand habe, um dich abermals ausschalten zu können.“
      Schock durchfuhr den Blonden. Er versteifte sich sichtbar.
      Das...! Ferres würde tatsächlich SO weit gehen und ihm DAS noch einmal antun?!?
      Ohne, dass er sich dagegen wehren konnte, kroch Angst in ihm hoch. Diese Erfahrung in seinem eigenen Körper eingesperrt zu sein... nur eine willenlose Marionette... ein vollständiger Golem zu sein, der nur noch auf Befehl seines Meisters reagierte – anderweitig gar nicht reagieren konnte...! Das...! Er konnte gut darauf verzichten diese Erfahrung ein zweites Mal zu machen.
      „Du würdest tatsächlich SO weit gehen, um mich aufzuhalten, Ferres? Mich abermals zu einem reinen, willenlosen Diener machen? Wieso? Du sagtest vorhin selbst, dass diese Mistkerle eine Strafe – eine Kastration – verdient haben!“
      „In der Tat, das sagte ich“, hörte er die feste und ernste Stimme Ferres hinter sich, „aber sie haben eindeutig bereits genug Strafe erhalten. Eine Kastration oder weitere Folter ist nicht mehr nötig. Sie haben bekommen, was sie verdient haben. Du hast ihnen ihre Lehre erteilt, Li.“
      Ferres machte abermals eine kurze Pause. Auch Hina schwieg und antwortete nicht.
      „Und da du deinen Auftrag ansprichst...“, unterbrach Ferres die Stille, „ wenn du JETZT weiter gehst wirst du deinen Auftrag NIE erledigen können.“
      Die Worte waren mit so viel Überzeugung gesprochen worden, dass Hina abermals geschockt erstarrte.
      Ferres... Ferres hatte...
      „Du würdest es dir anschließend nie verzeihen können so weit gegangen zu sein. Du würdest vor dich her vegetieren... zu einem Schatten deiner Selbst werden... Nein Li, SO wirst du deinen Auftrag NIE erfüllen.“
      ...recht.
      Wenn er jetzt weiter machte, würde er es anschließend bereuen... würde sich selbst nie verzeihen können, SO weit gegangen zu sein. Ferres hatte recht. Er würde zu einem Schatten seiner Selbst werden. Das war ihm genauso klar, wie die Tatsache, dass er gegen Lorcan derzeit keine Chance hatte.
      Und doch war da zeitgleich immer noch diese Dunkelheit in seinem Inneren.
      Er schielte zu den Männern hin, welche sich zwar nicht bewegen konnte, aber in deren Augen er ablesen konnte, dass ihre Angst und Panik wieder stieg – Angst vor ihm. Angst vor weiterer Folter.
      Er ließ seinen Blick über ihre Körper gleiten, sah die vorhandenen Wunden an ihren Körpern, erinnerte sich an die vorherigen zig Wunden, die er ihnen zugefügt hatte.
      Er ließ die Magierschilde um die Männer verschwinden. „Tch! Fein! Sie haben genug!“
      Trotz, dass er ihnen die Möglichkeit gegeben hatte sich wieder frei zu bewegen... blieben sie weiterhin verängstigt an Ort und Stelle ohne sich zu rühren. Sie hatten zu viel Angst, dass sie seinen Zorn wieder herauf beschworen, wenn sie sich auch nur einen Millimeter von der Stelle bewegten.
      ...in der Tat, erkannte Hina in diesem Moment, sie hatten WIRKLICH genug.
      Die Dunkelheit verschwand wieder in sein tiefstes Innere und hinterließ nur noch simple, normale Wut auf zwei – auf vier – Mistkerle, die sich „Männer“ schimpften und dann aber Frauen vergewaltigten.
      Diese Kerle waren keine „Männer“. - Sie waren „Abschaum“.
      Er war gerade im Begriff sich zu Ferres umzudrehen, als er von diesem auch schon die nächsten Worte hörte:
      „Und heil sie gefälligst! - Vollständig!“
      Abrupt beschleunigte sich seine Drehbewegung und er starrte Ferres perplex-geschockt an. „Wa-..?!“
      „Die anderen auch!“, unterbrach ihn der andere Magier, bevor er auch nur einen vollständigen Satz hatte sagen können.
      „Was?! Aber Ferres!“, protestierte er, „wieso soll ich diese Mistkerle auch noch heil-...?!“
      Wieder wurde er von Ferres unterbrochen. „Sofort!“
      Er ignorierte Ferres Unterbrechung und redete weiter, „reicht es nicht, dass ich aufgehört habe?! Eine Heilung – obendrein auch noch eine VOLLSTÄNDIGE Heilung – haben diese Drecksäcke nicht verdient!“
      Mit eiskalten, ernsten, strengen Augen blitzte Ferres ihn an, dass er nicht anders konnte, als zu erstarren und zu schlucken. Seine Zunge fühlte sich auf einmal eigenartig belegt an.
      Er schluckte nochmal trocken.
      Wie- wieso fühlte er sich gerade, wie ein kleiner Schuljunge, der von seinem Vater mit Strenge angesehen und zurecht gewiesen wurde, weil er 'Mist gebaut' hatte?
      ...und kaum war ihm dieser Gedanke gekommen, wurde ihm erst richtig bewusst, dass er sich gerade TATSÄCHLICH so fühlte, als wäre Ferres sein Vater, der ihn – Ferres' Sohn – zurecht wies.
      Und obwohl es nicht hätte lächerlicher sein können, war ihm gerade in keiner Weise nach Lachen zu Mute. Im Gegenteil musste er erneut vor Angst und Unsicherheit nervös schlucken.
      „So-fort!“, kam es mit schneidender Kälte von 'seinem Vater'.
      Er nickte hastig, wollte er Ferres nicht NOCH wütender machen.

      Part 6, Teil 270: Ende


      Gott Leute... ich bin einfach nur froh, dass ich DAS endlich fertig habe - diese Szene. Uff... x.x SO schwer ist mir eine Szene (vorallem eine auf die ich mich eigentlich GEFREUT hatte sie zu schreiben) noch nie gefallen... (wie ihr sicher selbst bemerkt habt).

      Bin einfach nur froh, dass es endlich fertig steht.
      Viel Spaß beim Lesen meiner Nostale-Geschichte =)
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      Vielen Dank an Dark~Rose~Moné für den Avatar
    • Glückwunsch! Das Ende war unerwartet erwartbar, aber daher wieder gut!
      Diese Szene ist dir sehr gut gelungen

      ~Season~ wrote:

      [20:09] <Season> Privatserver sind nichts anderes als gestohlenes Eigentum der Gameforge 4D + Entwell, Basta
      [20:09] <Season> entsprechend ist die Nutzung verboten
    • warum baust du jetzt diesen vertrauensbruch ein? O.o
      Ich mag diesen Part man merkt das dir das leichter gefallen ist

      ~Season~ wrote:

      [20:09] <Season> Privatserver sind nichts anderes als gestohlenes Eigentum der Gameforge 4D + Entwell, Basta
      [20:09] <Season> entsprechend ist die Nutzung verboten
    • Während Julius zusah, wie Li die beiden gefolterten Männer heilte, seufzte er kaum merklich erleichtert auf. Puh... zum Glück war alles gut ausgegangen. Er wollte gar nicht dran denken, was gewesen wäre, hätte er Li nicht durch Worte überzeugen können. Auch wenn er Li gegenüber selbstbewusst aufgetreten war und dem Golem gesagt hatte, dass er noch einige Tricks in der Hinterhand hatte, um ihm abermals den Militärtalisman anlegen zu können... - war es letzten Endes doch nur ein Bluff gewesen.
      In Wirklichkeit HATTE er keinerlei Mittel oder Möglichkeit, um Li abermals den Militärtalisman anzulegen. Die einzige Chance wäre der Überraschungsmoment gewesen – doch war Li SO wachsam und mit jedem seiner Sinne bis zum Äußersten angespannt gewesen... - dass er es NIE hingekriegt hätte Li zu überrumpeln und ihm den Talisman anzulegen.
      Es wäre zu einem richtigen Kampf zwischen ihnen gekommen und – selbst wenn die junge Tara mitgekämpft hätte – so waren sie alle definitiv nicht stark genug, um gegen Li zu bestehen.
      Wenn er Li nicht durch Worte hätte überzeugen können oder Li seinen Bluff durchschaut hätte, dann...!
      Nun, zum Glück war es ja gut ausgegangen.
      Er beobachtete noch einen Moment länger, wie Li die Männer – sehr, sehr langsam – heilte.
      Hmm... es war, als wäre Li ein Kind, was von seinem Vater genötigt worden war etwas zu tun, was er nicht tun wollte... und es jetzt grummelig und extra langsam machte. Hinzu kam, dass Li in keiner Weise behutsam mit den Männern umging, während er sie heilte, wenn man von den immer wieder hörbaren Schmerzenslauten der Männer ausging.
      Kurz zog Julius in Erwägung nochmal etwas zu Li zu sagen. Dann jedoch entschied er, dass es sich nicht lohnte ihn auf sein kindisches Verhalten anzusprechen und schüttelte nur in Gedanken mit dem Kopf. Wirklich...
      Nun wie auch immer..., jetzt wo Li die Männer heilte, konnte er sich nun endlich um die anderen Mädchen kümmern und nachsehen, wie es ihnen ging.
      Oberste Priorität hatte nun erst einmal Rose, welche immer noch ohnmächtig an der Hauswand lehnte und wenn er schon in die Richtung ging, konnte er auch gleich noch kurz Tara ansprechen und nach ihren Verletzungen fragen.
      Also ging er auf die Schwarzhaarige zu, welche sich wieder erschöpft auf den Boden gesetzt hatte und mit dem Rücken an der Hauswand lehnte, kniete sich vor ihr auf einem Bein nieder und sprach sie an:
      „Tara? Darf ich deine Wunden sehen?“
      „Hm? Ah, ja! Klar!“, sie zeigte mit ihren Fingern an, wo sie überall Wunden davon getragen hatte, „hier, hier... hier und hier...“
      „...und die Platzwunde an deiner Stirn“, ergänzte Julius, „tut dir sonst noch irgendwo was weh?“
      Tara schüttelte verneinend den Kopf.
      Der Magier betrachtete sich die Wunden und stellte fest, dass sie allesamt nicht sehr schwerwiegend waren, sondern mehr sehr schmerzhafte „Kratzer“. Die Wunden waren schmerzhaft und sie bluteten teilweise noch – ohne Magie oder zumindest dem Nähen der Wunden würden sie nicht von alleine vernünftig heilen – aber keine der Wunden war lebensbedrohlich.
      „Gut, ich sehe, dass deine Wunden nicht so schwer sind, wie zu erst gedacht. Du musst dann leider noch einen Moment warten. Ich sehe mir noch Rose an. Die Tatsache, dass sie eine Kopfverletzung davon getragen hat, die sie hat ohnmächtig werden lassen... wenn sie Pech hat, hat sie eine Gehirnblutung.“
      Tara nickte nur selbstverständlich. „Ja, klar. Mach ruhig. Rose ist erst einmal wichtiger. Ich komm schon klar.“
      Der Magier erhob sich und ging zur Blauhaarigen hin, kniete sich auch neben sie nieder und untersuchte sie. Einen Augenblick darauf hörte er Geräusche neben sich, er schielte zur Seite – Tara hatte sich wieder aufgerichtet, stützte sich an der Wand mit ihrer Hand ab und kam langsam auf ihn und Rose zu geschritten.
      „Und?“, fragte die angehende Bogenschützin besorgt, als sie schließlich neben ihnen stand.
      Der Ältere schielte noch einmal kurz zu ihr hoch, konzentrierte sich dann wieder auf die Verletzte vor sich.
      „Hmm... scheinbar hat sie Glück im Unglück gehabt... aber... ich möchte kein Risiko eingehen. Li soll sie sich noch einmal ansehen. Er ist besser mit Magie – auch heilende Lichtmagie – als ich.“
      Tara blinzelte, „ah, ja! Das.... - wo du Li ansprichst...“, zögerte sie den Satz zu beenden.
      Hatte sie überhaupt noch ein Recht darauf so etwas zu fragen, nachdem sie und ihre Freundinnen so übel in die Privatsphäre dieser beiden Männer eingedrungen waren?
      „Hm?“, drehte Julius seinen Kopf zu ihr und blickte sie amüsiert schmunzelnd an, „hast du eine Frage bzgl. Lis und meiner Liebesbeziehung?“
      Und im nächsten Moment war Taras ganzes Gesicht knallrot. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht starrte sie ihn an und konnte nicht reagieren vor lauter Verlegenheit.

      Part 6, Teil 271: Ende


      Manchmal ist Julius schon fies, oder? :D

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    • Julius' Lippen zuckten in einem unterdrückten, amüsierten Lachen. Nach wenigen Sekunden jedoch beschloss er die arme Tara nicht noch weiter zu quälen und lächelte sie väterlich an.
      „Kein Grund verlegen zu sein Tara. Vor allem nicht, da wir beide nicht zusammen sind.“
      Diese Worte schienen einen weiteren Kurzschluss in Taras Gehirn zu verursachen, denn wieder starrte sie ihn geschockt an – diesmal aber eindeutig ohne die rote Färbung.
      „...nicht?“, blinzelte sie ihn verdutzt an.
      Er schüttelte verneinend den Kopf. „Nein, wir sind nicht ineinander verliebt. Um genau zu sein bin ich bereits seit vielen Jahren glücklich mit meiner Frau verheiratet. Und Li für seinen Teil ist derzeit solo und hat... soweit ich informiert bin.... vorläufig auch kein Interesse an einer neuen Beziehung. ...auch wenn ich ihn seit Wochen versuche zu ermutigen sich auf wen neues einzulassen.“
      „Oh...“
      Julius legte den Kopf schräg und blickte immer noch amüsiert zu der überraschten Tara hoch.
      Schließlich fasste sich das Mädchen etwas. „Oh! Ähm... das... und... und die ständigen Treffen im Café? Was... was hat es damit auf sich?“
      Ihr Gegenüber zuckte mit den Schultern. „Nichts weiter... Li und ich kennen uns schon eine ganze Weile, wir sind gute Bekannte. Und ich habe ihn um einen geschäftlichen Gefallen gebeten. Einen Auftrag, wenn du so möchtest. Dieser Auftrag erfordert jedoch etwas mehr Zeit und ist nicht innerhalb von wenigen Wochen erledigt. Daher treffen wir uns immer wieder, um den Stand der Dinge zu besprechen. Nichts weiter. Nur regelmäßige Geschäftsessen.“
      Schock wandelte sich zu Enttäuschung und Desillusionierung. In Taras Stimme war bei den nächsten Worten deutlich herauszuhören, dass sie sich gerade für den größten Vollidioten schlechthin hielt.
      „Oh... dann... dann schätze ich, stimmt es auch nicht, dass Li ein Agma ist, hm? Und... und dein Tattoo auf der Hand ist demnach auch kein Agmavertrag, hm?“
      Diesmal war es an Julius geschockt zu sein. Seine Augen weiteten sich und überrascht-geschockt schnellte sein Blick zu seinem Tattoo am Handrücken. Das...!
      Im nächsten Moment schon lachte er, als er die erste Überraschung verdaut hatte, beruhigte sich daraufhin aber wieder.
      „Oh nein Tara, das Tattoo ist definitiv kein Agmavertrag. Aber ich geb dir Punkte für deine Kreativität“, noch einmal entkam ihm ein kurzes Lachen, „es ist simpel nur ein Tattoo – ein ganz normales Tattoo – was ich mir in jungen Jahren zugelegt habe. Ich war damals so Mitte-Ende zwanzig.“
      Enttäuscht blickte Tara zu Boden.
      „Und Li ist auch definitiv kein Agma. Allerdings... auch wenn du falsch mit deiner Annahme lagst – und ich kann durchaus nachvollziehen, wie du zu dieser Annahme überhaupt gekommen bist“, versicherte er ihr, „...ich muss dir noch einmal eine Gratulation für deine Überlegung und deine vorigen Worte aussprechen und ein Danke.“
      Erstaunt hob sich Taras Blick wieder. „Gratulation? Ein Danke? Wieso?“
      „Wenn du nicht auf diese – verständlicherweise nachvollziehbare – Annahme gekommen wärst, dass Li ein Agma ist... hätten wir Li nie aufhalten können. (Taras Erstaunen wurde nur noch größer.) Dadurch, dass du Li all diese Dinge gesagt hast... dass wir ein verliebtes Paar wären und er ein Agma wäre etc. ...dadurch war es möglich Li ausreichend zu schocken, dass er aus seiner Wut und... Dunkelheit rausgerissen werden konnte. Und DAS wiederum erlaubte es mir endlich zu Li durchzudringen und ihn mit Worten zur Vernunft zu bringen.
      Du siehst also... ohne dich Tara hätte ich es nicht geschafft. Du bist die Heldin des Tages.“
      Mit offenem Mund starrte Tara ihn erstaunt an.
      „Und was Lis Fähigkeiten betrifft, die dich annehmen ließen, dass er ein Agma ist...“, fuhr der Ältere fort, ohne auf ihre erstaunte Reaktion einzugehen, „Li hat schlicht und einfach ein sehr außergewöhnliches Talent bzgl. Magie und kann daher Dinge vollbringen, die für andere regelrecht übernatürlich erscheinen. Aber es ist und bleibt simple Zauberei, wie sie von allen anderen Magiern auch verwendet wird. Das ist alles.“
      Er sah noch einen Augenblick Tara an, welche immer noch vollkommen erstaunt da stand und sich nicht rührte, dann drehte er sich wieder Rose zu.

      Part 6, Teil 272: Ende
      Viel Spaß beim Lesen meiner Nostale-Geschichte =)
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    • Hmm... es war wohl wirklich besser Li hinzuzuziehen. Er drehte seinen Kopf in die Richtung in der Li war und rief rüber:
      „Li? Bist du fertig mit den beiden? Komm her und sieh dir Rose an.“
      „Rose?“, hörte er die gerufene Antwort.
      „Ja. Das Mädchen mit der Kopfverletzung. Soweit ich beurteilen kann ist es nichts zu schlimmes, aber ich hätte lieber noch deine Meinung.“
      „Ah, ja. Ich bin jeden Moment fertig hier. Noch eine Sekunde.“
      Kaum hatte er diesen Satz gesagt, konnten Julius und Tara zweimal lautes Knacken hören und zwei Schmerzenschreie hallten durch die Luft.
      Beide blickten reflexmäßig zu Li rüber, welcher gelassen auf sie zu geschlendert kam, als hätte er nicht den beiden Männern gerade wieder etwas gebrochen.
      „Liiii...“, funkelte Julius den äußerliche jüngeren Mann an, „war das wirklich nötig? Was sollte das?! Du sollst sie heilen, nicht Körperteile erneut brechen!!“
      Li hingegen blickte ihn unschuldig an. „Hm? Ich hab gemacht, was du gesagt hast. Sie sind soweit wieder vollständig geheilt. Ich musste ihnen jeweils nochmal ein Bein brechen, um den Knochen anschließend richten zu können und ihn richtig zu heilen. Doch bevor ich zu dem Heilenpart gekommen bin, hast du mich angefragt, dass ich mir Rose ansehen soll.“
      Der Blonde zuckte unschuldig mit den Schultern.
      „….sicher...“, kommentierte Julius trocken, „du 'musstest' die Knochen brechen und es war natürlich bei beiden jeweils das Bein. Und es gab natürlich auch KEINE Möglichkeit für DICH – mit deinem besonderen, magischen Talent – die Männer auf anderem Wege zu heilen.“
      Li zuckte nur wieder mit den Schultern und blickte nach wie vor unschuldig drein.
      Julius rollte mit den Augen. „Na, auch egal. Dann laufen sie wenigstens nicht weg. Ich hab noch ein paar Worte für sie...!“
      Dann drehte der Mann sich wieder Rose zu, sprach aber zu Li. „Hier, sieh sie dir mal an.“
      Von einer Sekunde auf die andere war Li ernst und bei der Sache. Er kniete sich schnell neben Rose und Julius nieder und untersuchte das Mädchen, nur um sie anschließend innerhalb weniger Minuten zu heilen.
      „Du hattest recht“, sprach der Blonde zum Schwarzhaarigen, „es war zum Glück nicht so ernst, wie es hätte sein können. Und jetzt... ist wieder alles gut.“
      Genau in dem Augenblick öffnete das Mädchen ihre Augen. Bevor sie sich richtig orientiert hatte, hatte sich Tara schon neben sie hingekniet und sich an ihren Hals geworfen.
      „Rose? Rose? Oh bin ich froh, dass du wieder in Ordnung bist!“
      „Was...? Tara?“, Verwirrung zeichnete sich auf dem Gesicht der Blauhaarigen ab, „was... der Typ...“
      „Alles gut Rose!“, sprudelte ihre Freundin begeistert, „es ist jetzt alles okay. Wir sind gerettet!“
      „Ich störe ungern diese Freude, aber wenn Li schon hier ist, sollte er auch gleich dich, Tara, mit heilen“, unterbrach Julius die Freude der Mädchen.
      Tara löste sich von ihrer Freundin und ließ sich von Li heilen, dann stand der Blonde wortlos auf und ging zu dem Mann mit der Pfeilwunde rüber, um auch diesen zu heilen.
      Tara sah ihm nach, drehte dann ihr Gesicht wieder Julius zu. „Bin ich das oder ist er irgendwie... distanziert?“
      „Du meinst, weil er weder dich noch Rose beim Heilen berührt hat und weiterhin gut einen Meter oder mehr Abstand zu euch gehalten hat?“
      „Ja, aber auch, weil er nichts zu uns sagt. Mit dir hat er normal geredet, aber er hat nicht mal einen Satz zu mir oder Rose gesagt. Ist er verärgert, weil ich angenommen habe, dass ihr ein Paar seid oder er ein Agma ist oder so?“
      Rose schaute verwirrt von ihrer Freundin zu Julius und wieder zurück.
      Julius seinerseits blickte amüsiert Tara an. „Nein, keine Sorge. So schnell kann man Li nicht verstimmen – zumindest nicht ernsthaft verstimmen. Nein... ich denke vielmehr, dass er sich so verhält, weil er Rücksicht auf euch Mädchen nehmen möchte. Wenn man bedenkt in welch einer Situation ihr noch vor wenigen Augenblicken wart.... dazu, dass Li sich bewusst ist, dass er selbst auch sehr beängstigend war...“
      „Oh, ach so...“, senkte die Bogenschützenschülerin betroffen ihren Blick.
      Es stimmte... vor noch wenigen Momenten waren sie in einer sehr, sehr beängstigenden Situation. Taras Blick ging kurz zu Leonie, welche immer noch als zusammen gerollter Ball auf der Straße saß, dann schwenkte ihr Blick zu Dina, die auch immer noch in der gleichen Position an der gegenüberliegenden Wand hockte.
      Hmm... auch wenn sie selbst und Rose sehr glimpflich aus der Sache raus gekommen waren... dasselbe konnte man wohl nicht für Leonie und Dina sagen. Und Li war wirklich so rücksichtsvoll und versuchte ihnen allen nicht noch mehr Angst einzujagen.
      Ein warmes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Das war wirklich toll von Li.
      Sie bekam nur im Hintergrund mit, wie sich Julius erhob und sagte, dass er nun nach Dina sehen wolle und wie er sich von ihnen entfernte.
      ...toll von Li...
      Toll.
      Ohne dich Tara hätte ich es nicht geschafft. Du bist die Heldin des Tages“, schossen ihr auf einmal Julius' Worte durch den Kopf.

      Part 6, Teil 273: Ende
      Viel Spaß beim Lesen meiner Nostale-Geschichte =)
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      andere Menschen schwimmen gegen den Strom,
      - ich steh im Wald und finde den doofen Fluss nicht.


      Vielen Dank an Dark~Rose~Moné für den Avatar
    • Abrupt hob sie ihren Kopf und sah zu Rose hin. „Oh Rose! Ich muss dir unbedingt erzählen, was passiert ist! Du glaubst nicht, was Julius zu mir gesagt hat! Er meinte: 'Du bist die Heldin des Tages.' Glaubst du das??!“
      „Hm? Was...?“, sah die angehende Schwertkämpferin ihre Freundin verwirrt an.
      Das reichte als Aufforderung, denn Tara begann damit begeistert zu erzählen, was alles vorgefallen war und wieso Julius zu ihr gesagt hatte, dass er es ohne ihre Hilfe nicht geschafft hätte und sie eine 'Heldin' war.
      „...und dann meinte er zu mir: „Ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Du bist die Heldin des Tages.“ - Das... ich... ich kann das immer noch nicht glauben, dass das alles passiert ist!“, endete Tara ihre Erzählung.
      Rose ihrerseits starrte mit offenem Mund ihre Freundin an.
      „Und ich kann nicht glauben, dass ich das alles verpasst habe! Das heißt also, dass die beiden DOCH kein Paar sind?!?! Och Manno...“, jammerte die Schülerin nicht ganz ernst gemeint vor sich her, als sie keine verbale Reaktion von ihrer Freundin erhielt, sah sie wieder zu Tara hin.
      Die Schwarzhaarige mit der kurzen Strubbelfrisur blickte vor sich her ins Leere. So hatte sie ihre Freundin bisher noch nie erlebt.
      „Tara?“, sprach sie ihre Freundin vorsichtig an.
      „Hm? Ja, was ist?“, hob diese kurz den Kopf und blickte zu ihr hin, nur um direkt drauf wieder ihren Blick gerade aus zu richten und ins Leere zu starren.
      „Alles in Ordnung? Was ist los? Du hast doch gesagt, dass alles gut ausgegangen ist. Oder bist du doch noch irgendwo verletzt oder hat dieser Typ dich doch...?“
      Das riss Tara kurz wieder aus ihrer Starre. „Hm? Ah, nein! Nein er hat mich nicht angefasst... - wenn man von seinem dämlichen Schwert und den Schnittwunden mal absieht. Es ist nur...“
      „Es ist nur... was?“
      „Es ist nur... die Worte, die Julius zu mir gesagt hat... dass ich die Heldin des Tages sei...“
      Dies ließ nun Rose stutzen. „Hm? Aber... solltest du dich nicht darüber freuen und jubeln? Das wolltest du doch immer werden. Ein Held, wie dein Vorbild Hina Sakamoto. Und... du magst nicht so berühmt sein, wie er, aber... ich denke schon, dass Julius seine Worte ernst gemeint hat und er es wirklich nicht ohne deine Hilfe geschafft hätte. Also bist du eine Heldin. - Unsere Heldin.“
      Ein leicht verlegenes Lächeln huschte über Taras Gesichtszüge. „Äh... ja... natürlich freue ich mich... es ist nur... wenn ich ehrlich sein soll... fühl ich mich in keiner Weise wie ein Held. Im Gegenteil... eigentlich hab ich doch gar nichts heldenhaftes getan. Ich konnte ja nicht einmal Jeansjacke besiegen... konnte ihn gerade nur eben so in Schach halten... mehr nicht. Und... und wäre Li nicht aufgetaucht, dann... ohne Li und Julius wäre die Sache doch nicht so gut ausgegangen, wie sie ist. Ohne sie...
      …und da sagt Julius ich sei ein Held? Ich fühl mich in keiner Weise, wie ein Held. Im Gegenteil hab ich einfach nur um mein eigenes Leben gekämpft... ohne weder mich selbst retten zu können, noch meine Freundinnen retten zu können... Und wie gesagt, wären Li und Julius nicht aufgetaucht... - Wie soll ich da ein Held sein? Ein Held wie Hina Sakamoto sogar... nein... ich bin kein Held.“
      „...und wer sagt dir, dass dein Vorbild Hina Sakamoto nicht vielleicht genauso gedacht hat, wie du jetzt?“, brach plötzlich eine männliche Stimme in ihre Unterhaltung.
      Sie schauten auf und sahen Li über sich stehen, welcher sie mit einem kleinen, warmen Lächeln anblickte. Doch war es viel mehr als dieses kleine Lächeln auf seinen Lippen, denn in seinen Augen waren so viele Emotionen gleichzeitig...
      Er blickte sie mit warmen, freundlichen Augen an in denen unterschwellig Stolz und ein wenig Erheiterung mitschwang.
      Wenn Hina Sakamoto noch leben würde und das hier miterlebt hätte...“, dachte Tara, „dann hätte er mich vielleicht genau so angeblickt.“
      „Was genau meinst du?“, unterbrach Rose die Träumereien von Tara.

      Part 6, Teil 274: Ende
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    • Hina, Du wirst immer besser.
      Ich bin eigentlich so weit weg von Nos, wie ich es mir früher nie vorstellen konnte. Deine Story ist für mich der einzige Grund, hier noch reinzuschauen. Und es lohnt sich immer wieder. Danke dafür.
      Und natürlich einen Eimer Latte für Dich...
      Muschelfragen? ---> Antworten

      Talente finden Lösungen. Genies entdecken Probleme.
    • JoeDuty wrote:

      Hina, Du wirst immer besser.
      Ich bin eigentlich so weit weg von Nos, wie ich es mir früher nie vorstellen konnte. Deine Story ist für mich der einzige Grund, hier noch reinzuschauen. Und es lohnt sich immer wieder. Danke dafür.
      Und natürlich einen Eimer Latte für Dich...
      So gehts mir auch^^

      Ich spiele zwar kein Nos mehr, aber ich bin trotzdem noch im Forum unterwegs, hauptsächlich um deine Geschichte weiterzulesen :>
    • Vielen Dank für das Lob @JoeDuty und @Layka


      Die Erheiterung des Blonden wuchs immer mehr, dass sich sein Lächeln verbreitete.
      „Na das, was ich gesagt habe“, blickte er zur Blauhaarigen, „wer sagt denn bitte schön, dass sich Hina Sakamoto wirklich als Held gesehen hat? Vielleicht war er einfach nur ein junger Mann, der simpel nur in schwierigen Situationen für sein Überleben und das Überleben seiner Freunde gekämpft hat. Genau wie du heute, Tara“, sah er nun zur Schwarzhaarigen.
      Der Protest der Mädchen kam prompt.
      „Was?! Nein! Das stimmt nicht!!“, rief Rose heftig aus.
      „Nein!! Das kann nicht sein!!! Hina Sakamoto war ein großer Held! Er hatte so wahnsinnig große magische Fähigkeiten und konnte Dinge tun, die kein anderer Magier hingekriegt hat!! Er WAR ein Held!“, protestierte auch Tara, dass jemand etwas gegen ihr Idol sagte, „du hast ja keine Ahnung!“
      Statt nun wütend zu werden, schien der Blonde nur noch belustigter denn sein Lächeln wurde nur noch eine Spur breiter und in seinen Augen blitzte eindeutig die Erheiterung auf.
      „Oh?“, schaute er belustigt, „mit Magie Dinge vollbringen, die sonst kein anderer Magier kann? Du meinst, also so etwas wie.... das hier?“
      Mit diesen Worten hob er seine rechte Hand und entfachte wieder eine Eisflamme, welche über seiner Handfläche schwebte. Dann bildete sich über der Eisflamme eine kleine Miniaturwolke und es regnete Miniaturschneeflocken und im nächsten Moment zerplatzten Wolke und Flamme mit einem „Puff“ und es regnete überall hin kleiner Schneestaub.
      „Wie machst du das?“, fragte Rose erstaunt nach.
      „Hm?“, schaute er kurz zu ihr hin, „das?“, und erschuf wieder die kleine Miniwolke, welche Miniflocken regnen ließ, „einfach nur Manipulation von Wassermagie.“
      „Ich meine die Eisflamme. Wie schaffst du es, dass Eis tatsächlich wie eine Flamme aus Feuer züngelt?“
      Die kleine Miniwolke verwandelte sich vor ihren Augen zu der kleinen Eisflamme, welche munter in Lis Hand tanzte.
      „Magie!“, zwinkerte er Rose gut gelaunt zu.
      Das Mädchen stöhnte halb genervt und halb schmollend auf bei dieser nichtssagenden Antwort.
      „Aber... dass ich zum Beispiel eine Eisflamme erschaffen kann... - macht mich das nun zu einem 'genauso großen Helden wie Hina Sakamoto', Tara?“, fragte er mit ernsterer Stimme das andere Mädchen und ließ dabei die Eisflamme wieder verschwinden.
      Tara wand sich verlegen unter seinem Blick und der Frage.
      Natürlich war Li kein großer Held wie ihr Vorbild! Es war absurd überhaupt zu denken, dass Li mit Hina Sakamoto auch nur im Entferntesten mithalten konnte! Aber gleichzeitig... gleichzeitig war sie es gewesen, die sagte, dass Hina Sakamoto ein Held war, weil er Dinge mit Magie bewerkstelligen konnte, die andere nicht hinkriegten. - Und Li hatte ihr so eben die Absurdität ihrer Worte vor Augen geführt.
      „N- nein... natürlich nicht!“, widersprach sie – als ob Li ein Held, wie Hina Sakamoto wäre! Pfff!!!
      „Hina Sakamoto ist ja nicht nur deswegen ein Held... sondern... er... er...“, druckste sie verlegen rum. Sie wusste einfach nicht, wie sie ihre Bewunderung... wie sie das Gefühl was sie in ihrem Inneren spürte, wenn sie an ihr Idol dachte... das Gefühl, dass er einfach... einfach so GROSSARTIG war und MUTIG und SELBSTLOS und... und... - er war halt einfach ein Held!! - ...sie wusste einfach nicht genau, wie sie das richtig ausdrücken sollte.
      „Er... er ist halt einfach selbstlos! Er hat ohne zu zögern immer wieder sein Leben riskiert, um gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen!“, versuchte Tara klar zu stellen, wieso es doch offensichtlich war, dass Hina Sakamoto ein Held war – und Li nicht, „und er war mutig und hat seine Freunde beschützt! Und er war dazu in der Lage sie beschützen ZU KÖNNEN! Er war stark genug dazu! Mächtig genug! Er... er hat nie ein Lob oder Ansehen für seine großartigen Taten verlangt! Er hat es halt einfach getan! - Ich sag ja, er war selbstlos!!“

      Part 6, Teil 275: Ende
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    • „Hmm...“, blickte Li sie nach wie vor munter mit einem fröhlichen Funkeln in den Augen an, „er war also ein Held, weil er selbstlos war – kein Danke oder Lob für seine Taten wollte -, weil er mutig gegen Ungerechtigkeiten vorgegangen ist und nicht einfach nur zugesehen hat, wie andere in Not waren und weil er mutig seine Freunde beschützt hat?“
      Tara nickte. „Ja und weil er die Kampfstärke hatte, um sie beschützen zu können. Und... und weil er halt auch nie aufgegeben hat, egal wie ausweglos die Situation auch zu sein schien.“
      „Hmm...“, legte Li nun seinen Zeigefinger ans Kinn und blickte nachdenklich vor sich her, „...uuunnd... wie unterscheidet sich das nun von dem was du getan hast, Tara?“
      Diese Frage ließ Tara stutzen. Dann rief sie aufgebracht, „ja, aber das hab ich doch gerade gesagt! Wenn du und Julius nicht aufgetaucht wäret, dann-...“
      Li unterbrach sie mitten im Reden. „Du hast deinen Pfeil in den Bauch des Typen neben uns“, zeigte er mit dem Zeigefinger links neben sich auf den noch immer bewusstlosen Mann, welcher mittlerweile aber keine blutende Wunde mehr aufwies, „platziert, um Rose vor ihm zu retten, als dieser sie gegen die Wand drückte. Du hast also nicht einfach tatenlos zugesehen. Du hast obendrein Rose – deine Freundin – vor ihm beschützt und du hast auch die anderen Mädchen und dich selbst vor Jeansjacke beschützt. So lange er mit dir beschäftigt war, konnte er nicht deine anderen Freundinnen angreifen. Das war somit ein Angreifer für Leonie und Dina weniger. Das heißt sie hatten eher eine Chance sich gegen ihren jeweils einzelnen Gegner zur Wehr zu setzen – als wenn es zwei Gegner gewesen wären. Verstehst du?“, blickte er sie mit einem munteren, warmen Lächeln an, „und du hast es geschafft Jeansjacke lange genug in Schach zu halten ohne selbst Opfer von ihm zu werden bis ich aufgetaucht bin. Das war garantiert nicht einfach und erforderte mit Sicherheit einiges an Mut. Aber du hast diesen Mut aufgebracht und selbst wenn du zwischenzeitlich mal gezögert haben solltest... du hast dennoch nicht aufgegeben und weiter gemacht. Und... - du hattest tatsächlich den Mut, um aufzustehen und mir gegenüber etwas zu sagen. Sein wir ehrlich... ich war in jenem Moment weit aus Angst einflößender und gefährlicher, als diese Typen hier“, zeigte er mit dem Kopf in die Richtung, wo die zwei ehemals Gefolterten lagen, „du konntest nicht mit Sicherheit sagen, wie ich reagieren würde, wenn du etwas zu mir sagst. Würde ich dich angreifen? Noch wütender werden? - Das konntest du alles nicht wissen. Und dennoch hast du den Mut aufgebracht und bist mir entgegen getreten.“
      Tara war von Sekunde zu Sekunde erstaunter geworden, je mehr Worte sie aus Lis Mund hörte. Das... das war.... so hatte sie das vorher noch nie betrachtet... aber... aus dieser Perspektive war...
      Mit offenem Mund und vollkommen baffen Augen blickte sie zu dem Blonden hoch.
      „Und nun sagst du sogar, dass du dich in keiner Weise wie ein Held fühlst und du kein Lob oder Danke haben möchtest“, schaute er wieder belustigt, „also sag mir Tara: Wie genau nochmal unterscheidet sich deine Definition, was Hina Sakamoto zu einem Helden machte, mit dem was du heute geleistet hast?“
      Rose kicherte, als sie in das vollkommen überfahrene Gesicht ihrer Freundin blickte. „Er hat recht“, kicherte sie weiter, „das hab ich dir doch vorhin schon gesagt: Du bist unsere Heldin!“
      Und langsam... langsam wich der erstaunte Ausdruck aus Taras Gesicht und machte einem glücklichen Lächeln platz.
      Auch Lis Lächeln änderte sich von 'belustigt sein' wieder zu einem warmen, freundlichen Lächeln bei dem unterschwellig leichte Erheiterung und Stolz mitschwang.
      „Tara“, sprach er sie wieder an, sie sah direkt in sein Gesicht, „ich mag nicht Hina Sakamoto sein, aber... ich denke, wenn er noch leben würde und deine Leistung heute miterlebt hätte... - Ich denke, er wäre Stolz auf dich.“
      Diese Worte ließen Taras Augen mit einem inneren Glück strahlen. „Meinst du echt?“
      Li nickte lächelnd. „Ja, mit Sicherheit.“
      Taras einzige Antwort war ihr glückliches Lächeln und ihre vor innerem Glück, warm strahlenden Augen.
      Li lächelte noch einmal zurück und sprach dann:
      „So, ich muss noch den letzten Typen heilen. Falls Ferres fragt... der Typ neben euch ist soweit FAST gänzlich geheilt. Ich hab ihn bewusst nicht soweit geheilt, dass er aus seiner Ohnmacht erwacht. Er hat keine inneren Verletzungen mehr und blutet auch nicht mehr... nur sein Körper bräuchte theoretisch noch eine halbe Stunde Schlaf oder so, um sich von den Anstrengungen zu erholen und wieder wach zu werden. DAS habe ich bewusst nicht mit Magie beschleunigt. Ihr braucht also keine Angst haben, dass er einfach so wach wird und euch wieder angreift. Der ist noch eine Weile ausgeknockt. Glaubt mir.“
      Die Mädchen nickten ihm zu, dass sie verstanden hatten und Li wand sich um und ging zum Letzten der vier Männer, um auch diesen zu heilen.

      Part 6, Teil 276: Ende
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    • Schließlich hatte Hina auch den Letzten soweit geheilt, dass er nur noch ohnmächtig war. In dieser Zeit hatte sich Leonie ebenfalls etwas erholt, war aufgestanden und zu Rose und Tara gegangen, die mittlerweile gemeinsam mit Ferres in der Nähe Dinas standen.
      Das grünhaarige Mädchen war nach wie vor als Ball zusammen gerollt und wimmerte verängstigt vor sich her.
      Hina ging zu der kleinen Gruppe hin und wunderte sich, was los war. Sollte sich Dina nicht mittlerweile auch etwas beruhigt haben? Jetzt, wo die Gefahr schon eine ganze Weile vorbei war?

      Julius stand vor einem kleinen Rätsel. Schon die ganze Zeit hatte er versucht Dina aus ihrer zusammen gerollten Position herauszulocken – ohne Erfolg. Es war nicht so, als ob das Mädchen ihn nicht hörte. Sie reagierte durch aus auf seine Worte in dem sie zwischenzeitlich ihr Wimmern verringerte oder ihr verängstigtes Zittern etwas nachließ. Aber vollständig ließ ihre Angst einfach nicht nach. Es war so, als ob.... als ob sie einfach ZU verängstigt war und sich nicht TRAUTE, um aus ihrer geballten Haltung herauszukommen. Als ob sie befürchtete, dass etwas schlimmes passierte, sollte sie sich aus ihrer Haltung lösen oder auch nur den Kopf richtig heben.
      Hmm... in der Tat... ein Rätsel...
      Allein die Männer konnten nicht eine solch heftige Reaktion verursachen. Anderweitig wäre zumindest Leonie genauso betroffen. Nein... es musste irgendetwas anderes sein.
      Er drehte seinen Kopf und sah Li auf ihre kleine Gruppe zukommen – und hörte parallel, wie sich Dinas Wimmern deutlich verschlimmerte.
      Ahh.... so war das also.
      Dina war Magierschülerin, sie musste Lis Magie viel deutlicher wahrgenommen und gespürt haben, als die anderen Mädchen. Und noch als junges Mädchen... als Schülerin, die bisher kaum Erfahrung im Kampf und erst recht nicht mit großen Mengen von Magie hatte... hmm... ahja... Julius verstand.
      Als Li bei ihnen ankam, schaute er verwirrt in Julius' Gesicht, dann immer noch verwirrt zu Dina und wieder in Julius' Gesicht.
      Der ältere Mann schien gerade vor dem gleichen Rätsel zu stehen, wie er selbst vor noch wenigen Sekunden.

      Hina blickte verwirrt und verwundert von Ferres zu Dina und wieder zurück. Wie kam es, dass Dina sich immer noch nicht beruhigt hatte und dass sogar Ferres – welcher (wie er leider eingestehen musste) scheinbar ein Händchen für Teenager hatte – sie nicht beruhigt kriegte?
      Als er wieder in Ferres' Gesicht blickte, schaute dieser mit einer hochgezogenen Augenbraue erwartungsvoll zu ihm zurück. Es war als wollte er sagen: „Li? Machst du bitte mal?“
      Der Blonde wurde nur noch verwirrter. Was? Was wollte Ferres von ihm?
      Ferres rollte leicht genervt mit den Augen, machte eine Kopfbewegung zu Dina hin und schaute wieder in Hinas Gesicht. Diesmal mit einem eindeutigen „Na, was wohl?“-Blick.
      Was...? Was wollte Ferres von ihm? Es hatte mit Dina zu tun und... - Oh! Ja, klar! Dina war Magierschülerin!! Für sie musste er wie ein wahres Monster gewirkt haben... oder wie ein von Tara angesprochener Agma.
      Auf seine Lippen legte sich ein gut gelauntes Lächeln. Na, DAS konnte man schnell beheben.

      Part 6, Teil 277: Ende
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    • Dina wimmerte immer noch vor Angst und versuchte sich so klein zu machen, wie es nur irgendwie ging.
      Sie hatte gehört, was Julius zu Tara gesagt hatte, dass Li kein Agma sei. Aber sie wusste, dass er gelogen hatte. Sie wusste schließlich was sie gespürt hatte. Er... er war ein Monster.
      Das... die Magie war absolut erdrückend gewesen! Sie hatte noch NIE – noch absolut NIE in ihrem ganzen Leben – Magie gefühlt, die SO voller Dunkelheit und Bosheit und Hass, Wut... und sadistischer Freude... von... von allen negativen Emotionen aufgeladen war.
      Und es war nicht einmal das! Es war... ein Mensch konnte doch nicht über SO viel negative Emotionen... über so viel DUNKELHEIT verfügen, wie sie es gespürt hatte! Das...! Das war nicht MÖGLICH! Das war einfach nicht MENSCHLICH!
      Das... Li... Li war ein Agma. Ein Monster aus Sagengeschichten. Sie wusste schließlich was sie durch ihren Magiersinn gespürt hatte! Und es war einfach nicht möglich, dass diese absolute Dunkelheit, die drohte alles in die Tiefe zu reißen von etwas anderem stammte, als einem Lebewesen der reinen Dunkelheit – einem Agma.
      Und sie hatte gehört, wie Julius zu Tara sagte, dass es sich um das Tattoo auf seinem Handrücken um einfach nur ein simples Tattoo handelte, was er sich in jungen Jahren zugelegt hatte.
      Auch DAS war gelogen gewesen.
      Sie spürte die Magie, die von dem Tattoo ausging. Sie spürte diese vielleicht noch nicht so, wie ein fertiger Magier – aber sie fühlte eindeutig Magie von dem Tattoo UND sie fühlte, dass die Magie – dass das Tattoo – in irgendeiner Verbindung zu Li stand. Die Magie ging von dem Tattoo aus und schien zu Li hinzudrängen oder ähnliches... genau konnte sie es nicht beschreiben. Sie hatte zuvor noch nie so etwas gefühlt und in der Schule hatten sie auch noch nie über so etwas geredet.
      ...aber wie denn auch, wenn es sich hierbei um einen Agmavertrag handelte? Dass so etwas überhaupt existierte musste in Wahrheit ein riesiges Geheimnis sein. Deswegen hatte Julius auch gelogen bzgl. des Tattoos und dem was Li wirklich war.
      Auch wenn sie nicht genau erklären konnte oder verstand, WAS sie da fühlte.... sie war sich zu Hundert Prozent sicher, dass der „Start der Magie“ das Tattoo auf Julius' Handrücken war. DAS war der Ursprung der Magie... welcher anschließend zu Li führte. Es war als ob... es die gleiche... die gleiche „Frequenz“, wie Li hatte oder ähnliches...
      Was auch immer es genau war: Julius' Tattoo war der Ursprung, die Quelle und Li war das Ziel.
      Dina war sich absolut, absolut sicher. Hierbei handelte es sich um einen Vertrag. Um einen Agmavertrag. Julius war der Beschwörer und Li das Monster der Dunkelheit, getarnt als Mensch... - ein Agma.
      Was hatte Julius gesagt? Dass er Li auf anderem Wege stoppen würde? Und Li hatte daraufhin geantwortet:
      „Du würdest tatsächlich SO weit gehen, um mich aufzuhalten, Ferres? Mich abermals zu einem reinen, willenlosen Diener machen?“
      Obendrein hatten sie beide von einem Auftrag geredet, den Li für Julius ausführen sollte, weil Julius selbst scheinbar nicht stark oder fähig genug war, um ihn selbst auszuführen.
      Es lag doch alles so deutlich auf der Hand.
      Julius hatte Li beschworen für den 'Auftrag' und war mit Li einen Vertrag eingegangen. Li war nun durch das Tattoo an Julius gebunden und Julius war in der Lage dem Agma seinen Willen aufzuzwingen.
      Wie konnte sich Tara nur von Julius' Worten täuschen lassen?
      Hm... ok, sie musste zugeben, dass SIE auch nur die Wahrheit wusste, weil sie die ganze Zeit über die Magie fühlen konnte.
      Wenn sie diese nicht gefühlt hätte... diese absolute Dunkelheit gefühlt hätte und die Magie von Julius' Tattoo... vielleicht hätte sie sich dann auch täuschen lassen.
      Sie fühlte, wie der Agma auf sie zu kam und ihre Angst wuchs. Auch wenn Julius dabei war und der Agma seinem Befehl gehorchen musste – was man prima hatte sehen könne, dass Li selbst die Männer eigentlich nicht hatte heilen wollen, es aber dennoch getan hatte... hatte tun müssen, weil es Julius Befehl gewesen war - ...auch wenn Julius dabei war und sie intellektuell wusste, dass Julius dafür sorgen würde, dass Li ihnen nie auch nur ein Haar krümmte...
      ...sie hatte dennoch Angst. Fürchterliche Angst vor dem Agma. Sie wusste wie gefährlich... wie dunkel er in Wahrheit war.
      Sie versuchte sich noch kleiner zu machen und ohne ihr bewusstes Zutun wurde ihr verängstigtes Wimmern lauter, doch konnte sie zeitgleich nichts daran ändern – sie hatte einfach viel zu viel Angst.
      Und im nächsten Moment durchfuhr reiner Schock sie, als sie wie aus dem Nichts heraus etwas völlig anderes von Li spürte.
      Es...
      Es war...
      Es war wie... wie ein warmer Sommertag... wie ein Meer aus Sonnenblumen... wie eine blühende Wildwiese über die Schmetterlinge und Bienen schwirrten... wie ein leckeres Eis zusammen mit ihren Freundinnen zu essen oder wie gemütlich abends mit ihrer Mutter vor der Bildkristallkugel zu sitzen bei einer heißen Schokolade und zusammen einen 'typischen Frauenfilm' zu sehen... oder... oder wie als ihr Vater sie tröstete und ihre Tränen wegwischte, als sie sich als kleines Kind beim Spielen verletzt hatte...
      Es... es war hell... warm... liebevoll... beschützend.... und ach so wohlig, wohlig warm... ein warmes Licht was... was so hell zu strahlen schien, dass es schon gleißend hell sein und blenden sollte... aber statt dessen einfach nur eine Versicherung... ein Versprechen war, dass ihr nichts und niemand auf dieser Welt schaden konnte, so lange nur das warme Licht... - so lange nur ER, Li, da war... in ihrer Nähe war.
      Was...? Wie... wie konnte Magie nur so viel Wärme, Liebe, Hoffnung... so viel Positives beinhalten? Wie konnte ein Monster, wie Li – ein Agma – nur so viel Positives besitzen???
      Sie... sie verstand es nicht.
      In reinem, purem Staunen hob sie ihren Kopf und starrte wie in Zeitlupe den blonden Agma an, welcher warm, liebevoll lächelte und Augen besaß, die mit reiner, purer Liebe, Wärme, Hoffnung, Zuversicht... zurück schauten.
      Was...?
      Wie... wie konnte das sein...?
      „Besser?“, fragte das Monster warm, liebevoll lächelnd.
      Und sie konnte nichts anderes tun, als mechanisch zu nicken und den Agma dabei weiterhin anzustarren.

      Part 6, Teil 278: Ende
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