Der obligatorische "Geht Wählen!" Thread

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  • Offroad wrote:

    Problem ist eher die niedrige Grenze und das Eltern trotzdem kosten haben die sie tragen müssen.
    Korrekt, aber da wäre meine erste Konsequenz nicht, das elternunabhängig zu machen.

    Ich finde es hätte weit schlimmer ausgehen können.
    Mich stört, dass die FDP in den Bundestag eingezogen ist, weil ich ihr Wahlprogramm nicht mag.
    AfD hätte gerne deutlich weniger Stimmen bekommen können, aber ich habe Hoffnungen, dass sie in der Opposition vielleicht doch etwas Positives bewirken können.

    Ich bin mal gespannt.
    Blank
  • Doeneris wrote:

    Geht ja nicht um Stimmen, die die AfD weniger bekommt, sondern um Wählerstimmen, die in der Gesamtrechnung verloren gehen.

    Klar, ich verstehe schon, wie das gemeint ist. Nur ist halt die Frage, wie viel Prozent der Nichtwähler, wären sie denn gestern wählen gegangen, nicht doch als nächstes die AfD gewählt hätte. Rein Prozentual machen vorherige Nichtwähler ca. ein Viertel der Stimmen für die AfD aus (tagesschau.de/inland/btw17/waehlerwanderung-115.html), bei anderen Parteien ist das prozentual weitaus weniger. Ich will damit einfach sagen, dass es faktisch falsch ist zu behaupten, die AfD würde aufgrund geringerer Wahlbeteiligung gestärkt.

    Roythefirst wrote:

    Ich finde es hätte weit schlimmer ausgehen können.
    Mich stört, dass die FDP in den Bundestag eingezogen ist, weil ich ihr Wahlprogramm nicht mag.
    AfD hätte gerne deutlich weniger Stimmen bekommen können, aber ich habe Hoffnungen, dass sie in der Opposition vielleicht doch etwas Positives bewirken können.
    Zum Beispiel? Mir fiele da auf Anhieb jetzt echt nichts ein. Die AfD ist letztendlich auch einfach nur eine national orientiertere FDP mit einem völkischen Flügel.

    Großes Danke geht raus an Terro für das Set!
  • Als ob die regierenden Parteien mehr soziale Forderungen durchsetzen würden, da würden die eher mit der AfD koalieren. Wenn der Wahlkampf mit seinen TV Duellen und dem ganzen anderen Pipapo eines gezeigt hat, dann dass Themen wie Mieten etc. momentan eher Nebensache sind. Ich wünschte, es wäre anders, aber es ist leider so.

    Großes Danke geht raus an Terro für das Set!
  • Doeneris wrote:

    _Mo_ wrote:

    "Geht wählen, sonst stärkt ihr die AfD!!1"-Kram ziemlicher Quatsch war, hat die AfD doch am meisten Zuwachs durch Nichtwähler St
    Geht ja nicht um Stimmen, die die AfD weniger bekommt, sondern um Wählerstimmen, die in der Gesamtrechnung verloren gehen.Aber Du hast schon Recht, viele Nichtwähler haben sich (leider) für die AfD entschieden. Interessant sind übrigens auch Faktoren, wie Alter und geografischer Standort der Wähler:

    zeit.de/politik/deutschland/20…eiligung-waehlerwanderung
    Natürlich ist der grografische Standort der Wähler sehr wichtig, grade bei dem großen AfD-Thema Flüchtlingspolitik.
    In einem kleinen norddeutschen Dorf, in dem es keine oder sehr wenige Flüchtlinge gibt, merkst du doch gar nicht wie sehr die große Koalition bei diesem Thema schlichtweg versagt.

    Ich verstehe absolut, dass die AfD in einigen Wahlkreisen hier im Ruhrgebiet (Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Bottrop, Duisburg) über dem Bundesdurchschnitt oder zumindest im zweistelligen Bereich liegt: wenn du Nachts und teilweise auch am Tag durch einige Städte läufst siehst du wirklich viele Gruppen von Nichtdeutschen, fast immer bestehend aus jungen Männern, die eine nicht verständliche Sprache sprechen. Die sprechen dich teilweise auch noch an (nicht auf deutsch oder nur gebrochen) oder laufen dir sogar hinterher.
    Niemand geht sofort von Kriminellen aus, dennoch ist das für viele Menschen beunruhigend.

    AfD Politer werden bei der kleinsten untreffenden Aussage sofort von allen Medien zertrampelt und die ganze Partei in ein schlechtes Licht gerückt, weil die Union der Meinung ist es darf keine Partei geben, welche weiter Rechts steht als sie selbst weil sie dadurch vielleicht Wähler verlieren könnte.
    Auch wenn bei der Bundestagswahl eine andere Partei meine Stimme bekommen hat und ich meine Hoffnung in schwarz-gelb gelegt hatte, finde ich es nicht schlecht, dass mit der AfD eine andersdenkende Partei in den Bundestag einzieht, weil eine Opposition bestehend aus Linken (egal welches rot) und Grünen nicht funktionieren kann.
  • Dabei wird gerade in so kleinen Kaffen wo es im Umkreis von hundert Kilometern nicht einen einzigen Flüchtling gibt, besonders gerne auf jene hingehauen. Da weiß dann der Schwager der Tante des Sohns der Friseurin dass überhaupt bald Schweinefleisch verboten wird und "die da oben" sowieso gleich die Sharia wollen, und so weiter.
    t. Kaffbewohnerin aber in Österreich
  • In einem kleinen Kaff erfährt man halt nur über die Nachrichten von eben jenen und den Resultaten.
    Und wenn man dann nur Sachen hört und liest wie:
    Sant Martin soll unbenannt werden
    Von minaretten wird zum Gebet aufgerufen
    Zerstörung des Stadtbildes durch Minaretten und Moscheen

    Dann wollen die ihre kultur halt verteidigen, weil sie das Gefühl haben, dass durch die großen Parteien ihre interessen nicht mehr vertreten werden
  • War ja eher sogar das Gegenteil der fall gewesen, -in den meisten Medien. Haben versucht das Tod zu schweigen, wodurch es durch andere Quellen trotzdem bei den Menschen ankam.
    Im Resultat hat man dann den Medien gar nichts mehr geglaubt (lügenpresse) und Sympathien für die entwickelt, gegen den die Medien hetzten.
  • Naja, "Kultur verteidigen" klingt immer ganz nett, aber erfahrungsgemäß sind die meisten die sich da groß aufspielen und ach so heimat-treue, autochthone, echte Österreicher (In meinem Fall) sind eher...naja, Leute die die Karlskirche nicht von einer Moschee unterscheiden können und dann dagegen zu Felde ziehen, glauben dass Wiener Schnitzel aus Schweinefleisch gemacht wird (Schande übrigens auch über Deutsche die "Tunke" für ihr Schnitzel nehmen :O) und deren Vorstellung von Kultur nicht weiter geht als im Bierzelt Andreas Gabalier zu hören.
    Natürlich sind auch deren Sorgen berechtigt, und sollten respektiert werden, aber üblicherweise gehen deren Argumente nicht über "Bald werden eh schon die ganzen Islam hier sein und dann müssen wir für die Arbeiten, also werft sie alle raus und erschießt jeden der sich an die Grenze wagt.". Und da hört sich bei mir das Entgegenkommen dann auch auf.
  • Was genau meinst du denn mit "Den Islam hier willkommen heißen"? Ich finde diese ganze Debatte, ob der Islam nun zu Deutschland gehört oder nicht einfach nur dämlich. Es gibt bei Religion nun mal verschiedene Auslegungen, manche sind mit rechtsstaatlichen Prinzipien vereinbar und manche nicht. Zumal Deutschland da ja selber noch ein wenig im Rückstand ist, siehe Religionsunterricht, siehe Tanzverbot etc.
    Rechtsstaatlichkeit hat immer über Religion zu stehen, egal ob Islam oder was auch immer.

    Großes Danke geht raus an Terro für das Set!